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Eurythmie
Im Alltag sind unsere Bewegungen meist zweckgebunden. Das Kind spielt noch mit seinen Bewegungen und probiert vieles aus. Beim Erwachsenen finden sich oft nur noch starre Bewegungsmuster, ihm fehlt meistens das Interesse und die Freude Neues mit seinem Körper auszuprobieren. Und da die meisten Bewegungen zweckgebunden sind, werden sie meist ohne Gefühl mechanisch ausgeführt. Schon in der Schule, wo man stundenlang ruhig sitzen muss, verlieren wir meist den Kontakt, das Gefühl, für unseren Körper. Und das ist fatal, da wir dadurch nicht die ersten Warnhinweise einer Erkrankung wahrnehmen können.
Beim Sport, Yoga, Bodybuilding oder Tanzen wird ein mit Spannung erfüllter Körper propagiert, aber das kann nur ein junger Körper erfüllen und so identifiziert man damit folgerichtig Jugendlichkeit mit einer daraus folgenden allgemeinen Wertschätzung und jeder ist versucht, dieses Ideal zu erreichen. Wenn man sich intensiv mit dem Körper beschäftigt, erkennt man, dass das ein Irrweg ist und man, statt seinem Körper etwas gutes zu tun, ihn damit zerstört. Beweglichkeit hängt mit einem entspannten Körper zusammen und die Spannung ist nur da notwendig, wo ich sie als Äußerung meiner Kraft benötige. Das Ideal wäre ein sinnvoller Wechsel von Spannung und Entspannung, aber die meisten sind entweder verspannt oder erschlafft in ihrem Körper. Was fehlt ist das rhythmische Wechselspiel.
Die Eurythmie kann uns auf den Weg der Freude führen, wo wir unseren Körper wieder fühlen, in rhythmischen Wechselzuständen, hin zu einer Poesie des Körpers, wo wir mit seinen Bewegungen Gefühle und innere Bilder ausdrücken können. In so einem Tun begriffen, können wir dann auch erahnen, was für eine Zukunft unser Körper haben könnte.
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